
1902:
Abteufen des Ostschachtes als Wetterschacht für die neue Grube Velsen.
1904:
Am 26. Mai fördert die Grube Velsen die ersten 13 Tonnen Steinkohle.
1905:
In Ludweiler wird eine Molkereigenossenschaft und der Theaterverein "Thalia" gegründet.
1905-1908:
Zum Bau der Tagesanlagen (alles über Tage) und Zufahrtswege zu der Grube Velsen werden insgesamt ca. 719 000 m³ Erde bewegt.
1907:
Erste Arztpraxis von Dr. med. Fischer (bis 1923).
1907/08:
Die Grubenverwaltung ließ für ihre Bergleute eine Siedlung (die "Alte Ansiedlung", später "Alte Kolonie") erbauen.
1909:
Am 4. September wurde die Straßenbahnlinie Völklingen - Wehrden - Geislautern - Großrosseln bzw. Ludweiler in Betrieb genommen.
Bau des Wasserwerks Lauterbachtal und der Wasserleitungen im Dorfbereich.
In den Jahren 1912/13 erfolgt der Bau des elektrischen Ortsnetzes.
1910:
Eröffnung der ersten Apotheke, Glück-Auf-Apotheke, durch Apotheker Ax.
In Ludweiler leben 2100 evangelische, 560 katholische und 6 israelitische Einwohner.
Am 19. Juli wird das erste vierklassige Schulhaus mit angeschlossenen Lehrerwohnungen eingeweiht.
Der Obst- und Gartenbauverein wird gegründet.
1913:
Am 2. Juni wird der Anna-Schacht, später Gustav II der Grube Velsen angehauen.
1914-1918 (Der 1. Weltkrieg):
Der Krieg bringt große Not und Entbehrungen, zahlreiche Kriegstote. In Folge des Waffenstillstands marschieren große Mengen an deutschen und französischen Truppen durch Ludweiler.
1917:
Die beiden großen Kirchenglocken werden geliefert.
1919:
Laut Art. 45 des Versailler Friedensvertrags, gehen die saarländischen Bergwerke in französischen Besitz über.
1922:
Die franz. Grubenverwaltung ließ die "Neue Ansiedlung" mit einer Dominial-Schule errichten.
1923:
Es müssen 2 neue Glocken, als Ersatz für die von 1917, beschafft werden.
1925:
In Ludweiler leben 2500 evangelische, 1800 katholische und 10 israelitische Einwohner.
1928:
Zu Pfingsten wurde am Jakobsweiher ein Freibad eröffnet und eingeweiht. 1940 zerstört es ein Hochwasser und musste nach weiteren Kriegsschäden einplaniert werden.
1930:
Am 20. Mai wurde die Jugendherberge eingeweiht. 1939 wurde sie durch Kriegseinwirkungen zerstört. Nach dem Krieg erfolgte der Wiederaufbau und eine Neubelebung, u.a. als Heim der Arbeiter-Wohlfahrt
Am 27. Juli wurde die kath. Kirche eingeweiht. Der erste kath. Pfarrer in Ludweiler war von 1930 - 1936 Pfarrer Vinzenz Seiwert.
Am 28. Dezember wurde das evangelische Gemeindehaus eingeweiht.
1931:
Ludweiler erhält ein Zentralschulhaus, mit einer Turn- und Festhalle, sowie Volksbädern.
1933:
Neben der kath. Kirche wird ein Pfarrhaus gebaut, musste 1985 wegen Bergschäden abgerissen werden.
1934:
Errichtung des Warndt - Ehrenmals auf dem Schweizerberg, 1947 wurde es auf Geheiß des damaligen Verwaltungsvorstehers Helfgen zerstört.
1935:
Am 13. Januar Volksabstimmung, dadurch wird das Saargebiet am 1. März wieder Teil des Deutschen Reiches.
1937:
Am 19. Nov. wurde dem Amt Ludweiler das Wappen verliehen: Es zeigt im blauen Schild einen goldenen, rotbewehren Löwen, der in den Pranken eine silberne Tanne hält. Der Löwe symbolisiert die Grafen von Nassau-Saarbrücken, die Tanne den Warndtwald.
1939-1945 (Der 2. Weltkrieg):
Die Ludweiler Bevölkerung wird wegen der Nähe zur deutsch - franz. Grenze 2 mal, im Sep. 1939 bis Nov. 1940 bzw. Nov. 1944 bis Mai 1945, nach Mittel - Deutschland evakuiert.
1944:
Führten starke Kampfhandlungen im Vorfeld des Westwalls zu großen Zerstörungen im Ort. Ab Dezember besetzen amerikanische Millitäreinheiten den Warndt.
1945:
In Folge des Waffenstillstands vom 8. Mai, kehrt die Bevölkerung ins zerstörte Ludweiler zurück und beginnen mit dem Wiederaufbau Ihrer Wohnungen und Arbeitsstätten.
Am 10. Juli werden die amerikanischen Besatzungstruppen durch französische abgelöst.
1947:
Am 16. Juni wird die Saarmark als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt. Die im Krieg zerstörte und wieder aufgebaute Jugendherberge wird am 1. November eingeweiht.
Das Saargebiet wird am 20. November wirtschaftlich an Frankreich angeschlossen, es wird der Französische Franc als Währung eingeführt.
Zum Heiligabend erklingen die neuen Glocken der kath. Kirche vom einem provisorisch errichteten Holzgerüst.