
1802:
Der Ort zählt 77 Familien und 584 Einwohner.
1803:
Die 80 katholischen Einwohner die bisher zur Pfarrei Wadgassen gehörten, wurden nach Großrosseln eingepfarrt.
1810:
625 Einwohner in Ludweiler.
1814:
Nach dem 1. Pariser Frieden bleibt Ludweiler noch unter franz. Verwaltung.
1815:
Laut einer Volksabstimmung wollen 100% der Einwohner beim Französchen Kaiserreich verbleiben.Nach dem 2. Pariser Frieden kam Ludweiler dann doch zu Preußen. Die Preußen führten die Amtsbürgermeisterei Ludweiler-Warndt mit den Gemeinden Ludweiler, Großrosseln, Emmersweiler, Naßweiler, Karlsbrunn, St. Nikolaus und Lauterbach ein.
1817:
Durch die Vereinigung der Lutheraner und Reformierten im Königreich Preußen erlosch in Ludweiler der reformierte Kult.
1830:
Baubeginn des Bürgermeisteramtes Ludweiler.
1830-1855:
Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Bedingungen - die Industrialisierung steckte noch in den Kinderschuhen - wanderten über 300 Ludweiler Einwohner nach Amerika aus.
1838/39:
Bau einer neuen Schule gegenüber der ev. Kirche. 1940 mußte das Gebäude wegen der Marktplatzerweiterung abgerissen werden. (siehe auch 1875)
Eine dritte Schule wurde 1893 im Waldeck auf dem Bann Geislautern gebaut. Später wurde sie zu Wohnräumen umgestaltet und 1988 wegen Bergschäden abgerissen.
1846/47:
Eine schwere Hungersnot herrscht.
1848:
Die Völklinger Briefsammelstelle schickt den ersten Landbriefträger montags und donnerstags durch alle Warndtgemeinden.
1856:
Die "Unterste Ludweiler Mahlmühle" wird prachtvoll gemauert. Später der Sitz der Zweigstelle der Kreissparkasse, und mußte 1989 wegen Bergschäden abgerissen werden.
1857:
Die ev. Kirche erhielt ihre erste Orgel.
1862:
Erste preußische Poststelle, in der Hauptstraße 73 (heutige Völklinger Str.).
1868:
Gründung des Kreditvereins des Wandts, Vorläufer der 1922 gegründeten "Kreditbank des Warndtes", der heutigen Volksbank Völklingen - Warndt.
1870/71:
Der "Deutsch - Französische Krieg" führt zu Truppendurchmärschen und Einquartierungen im Dorf, Schießereien am "Rotweg" und der "Schlacht von Geislautern".
1875:
Wurde an der Ecke Creutzwald- (heutige Hugenottenstr.) und Lauterbacher Straße ein zweites Schulhaus gebaut ("Hiweler Schule"). Im Erdgeschoß befand sich der Löschgeräteraum der Freiwilligen Feuerwehr. Ab 1952 befand sich in dem Gebäude die Gemeindebücherei. 1968 wurde es abgerissen und durch einen Neubau der Volksbank ersetzt.
1876/77:
Die Evangelische Kirche bekommt einen neuen Turm mit 3 neuen Glocken.
1878:
Der Revierförster bezieht das neu erbaute Forsthaus in der "Krem". Welches im Krieg (1939) zerstört und im Jahr 1948/49 wieder errichtet wurde.
1879:
Am Wasserwerk wird die "Kuhbrücke" gebaut, und Baubeginn der Verbindungsstraße durch die "Krem" nach Karlsbrunn.
1884:
Die "Freiwillige Feuerwehr" wird gegründet und deren Dienstordnung wird durch den Gemeinderat genehmigt. Am 26. August wird der Männergesangsverein (MGV) Ludweiler gegründet.
1888:
Der erste Personennahverkehr in Form eines einspännigen Postwagens, der 2x täglich zwischen Völklingen und Ludweiler verkehrt, startet.
1893:
Ein Drittes Schulhaus wird im Waldeck auf dem Bann von Geislautern gebaut. Später wurden Wohnräume daraus und 1988 musste es wegen Bergschäden abgerissen werden.
1897:
Erste kath. Versammlungsstätte in Ludweiler, Kapelle in der "Grunn" wird nach 1 Jahr Bauzeit eingeweiht. Im selben Jahr wurde neben der Hugenotten-Kirche ein neues evangelisches Pfarrhaus gebaut.
1899:
Anton Siegwart aus Lauterbach unterrichtete als erster Katholischer Volksschullehrer eine Klasse in einem Wirtshaussaal. 1911 wurde für die kath. Kinder ein eigenes Schulhaus gebaut. Im Bann von Klarenthal wird der Rosselschacht, später der Gustavschacht I der Grube Velsen, angehauen.
1900:
Ludweiler hat 1810 evangelische Einwohner und 269 katholische Einwohner.