
1720:
Frei Religionsausübung ist wieder gestattet.
1745:
Bericht des Saarbrücker Rates Albert Johann Schulz: "Dieses Dorf ist ganz nassauisch. Die Untertanan sind fast alle reformierter Religion; und zwar sind daselbst 65 Familien, nämlich 61 reformierte, 1 lutherische und 3 katholische Familien. Die Reformierten haben das exercitium religionis in einer schlecht erbauten Kirche. Allhier haben sich zu jenen Zeiten, da die Hugenotten in Frankreich verfolgt wurden, viele Réfugiés niedergelassen, weswegen die Untertanen daselbst die französische Sprache reden, und der Pfarrer sowohl französisch als auch deutsch predigen muß."
1760/62:
Renovierung der Kirche, ein Holzbau, der immer noch mit Stroh gedeckt war.
Die heutige Kirche geht auf einen Steinbau aus dem Jahre 1786 zurück, die Längsachse stieß nun senkrecht auf die Straße. 1876 erhielt die Kirche einen Turm mit 3 Glocken.
1773:
Abraham Guers war der erste Lehrer, der verpflichtet war neben französisch dienstags und donnerstags auch in deutsch zu unterrichten.
1781:
Der 1648 trocken gelegte Weiher wird wieder mit Wasser gefüllt.
1784:
Eine Bevölkerungsliste zählte 64 Ehepaare, 20 Witwen, 8 alte Mädel, 4 Witmänner, 87 konfirmierte Söhne und Töchter und 177 noch nicht konfirmierte Kinder.
1786:
Die alte Holzkirche wird abgerissen. Die noch heute existierende Evangelische Kirche aus Stein wird errichtet, die Längsachse liegt nun senkrecht zur Straße.
1793-1815:
Einordnung in die Französische Republik.
1797:
Ludweiler wurde verwaltungstechnisch die "Mairie (Bürgermeisterei) Ludweiler", zu dieser gehörte auch Lauterbach. Weil 1792 von franz. Revolutionssoldaten die Kirchenglocken entwendet wurden, werden in Metz nach 5 Jahren endlich neue gekauft.