
Auf Anregung des Pastors von Großrosseln stiftete Familie Hirtz 1894 das Grundstück zum Bau der Wendalinuskapelle. Trotz einer Spende von 2000 Mark musste zunächst noch ein "Bauverein", von den meist ärmlichen Ludweiler Katholiken gegründet werden, um die nötigen finanziellen Mittel zum Bau der ersten katholischen Gebetsstätte Ludweiler' s aufzubringen.
Der Entwurf der Wendelinuskapelle stammt vom Trierer Dombaumeister Wirtz. Die Kapelle sollte den Chor einer später zu bauenden Pfarrkirche bilden, was aber nicht verwirklicht wurde.
Am 6. Juli 1896 wurde mit den Bauarbeiten am Fundament begonnen. Ostermontag 1897 wurde die Glocke auf den Namen "Magdalena" geweiht. Am 3. Mai 1897 wurde die Kapelle eingesegnet. Die Grundsteinlegung fand feierlich und unter reger Anteilnahme am 12. Juli 1897 statt. Die Innenraumausmalung durch Maler H. Klein aus Merzig fand im Herbst 1901 statt.
Das starke Wachstum der katholischen Gemeinde, führte schließlich 1930 zum Bau der katholischen Pfarrkirche auf der "Neuen Kolonie" und nicht zur geplanten Erweiterung.
Nach 1970 verfiel die Kapelle immer mehr und wurde immer unansehnlicher, so dass die Wendelinuskapelle schließlich 1982 renoviert wurde und in neuem Glanz erstrahlte. Am 100. Jahrestag der Kapelle fand ein unter zahlreicher Anteilnahme ein großes Fest statt.
Vom 5. September 1999 bis 16. Dezember 2000 wurde die Wendelinuskapelle zusammen mit der Hugenottenkirche als "Notpfarrkirche" genutzt, da die Pfarrkirche wegen Bergschäden zuerst gesperrt und dann abgerissen werden musste. Auch die Fronleichnamsfeier 2000 wurde in der Wendelinuskapelle begangen, direkt im Anschluss fand dann das Kapellenfest statt.