Warndt - Ehrenmal

SW - Aufnahme des zerstörten Warndt - Ehrenmals von 1934
Der Erzengel Gabriel war am Sockel des Monolithen
Abbildung am Sockel des Monolithen

Es war die zentrale Gedenkstätte für die gefallenen Soldaten der 7 Warndt - Gemeinden im 1. Weltkrieg.

 

Die Errichtung des Warndt - Ehrenmals ging auf den Vorsitzenden, E. Grande, des damaligen Kriegervereins Ludweiler zurück. Finanziert wurde das Denkmal durch Spenden und freiwillige Arbeit. Die größte Geldspende stammte von Kommerzienrat Dr. h. c. Röchling.

 

Der Entwurf stammte vom Bildhauer Perron-Frankenthal und seinem Berater Dr. Lohmeyer aus Saarbrücken.

 

Erste Erdarbeiten am Ehrenmal begannen am 3. Juni 1934 auf dem "Schweizerberg". Das Ehrenmals wurde am 4. November 1934 feierlich und mit reger Anteilnahme der Bevölkerung eingeweiht. In den darauf folgenden Monaten wurden noch abschließende Fertigstellungsarbeiten vollzogen.

 

Aus einer Rundanlage von 70 Metern ragte ein gewaltiger Obelisk. Auf dessen Vorderseite befand sich der Erzengel Michael, auf der Rückseite waren um die Worte "Herr mach uns frei" 15 Kreuze angebracht, was die 15 Jahre der Trennung von Deutschland symbolisierte. Der Ehrenhof war 50 Meter im Durchmesser, darum ein tiefer gelegener Wehrgang von dem 4 Zugänge aufführten, die je von 2 Pylonen flankiert waren. An deren Seiten waren das Zeichen des Dritten Reiches und Sinnbilder der Saar-Industrie und Wirtschaft angebracht. An den Innenseiten standen die Namen der 234 Gefallenen der 7 Warndt - Gemeinden. Besonders eindringlich waren die acht Kriegsköpfe, die den Besucher ernst und eindringlich anblickten.

 

Das Denkmal wurde, auf Geheiß des damaligen Verwaltungsvorstehers Helfgen, 1947 zerstört und war die ganze Zeit, Besitz des Kyffhäuserbundes.

 

In der Chronik "350 Jahre Ludweiler" (S170ff.) heißt es zur Zerstörung: "In den politischen Wirrnissen nach 1945, dass unter großen Mühen entstandene "Warndt - Ehrenmal" auf Betreiben des damaligen Verwaltungsvorstehers Johann Helfgen, Dudweiler, der vollständigen Zerstörung. Diese Tat eines Fanatikers wird so lange eine Schmach und Schande in der Geschichte von Ludweiler bleiben, bis auf der gleichen Stelle ein neues Ehrenmal entstanden ist."

 

 

Ehrenmal mit Blick in Richtung Geislautern bzw. Völklingen (Hütte)

Quellen:

Chronik "350 Jahre Ludweiler"

Mitschrift eines Gesprächs mit Werner Hopp

Bilder: Heimatkundlicher Verein Warndt

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